Irgendwann letzte Woche flatterte ein Newsletter von Judith „Sympatexter“ Peters zum Thema Newsletter ins Haus. Newsletter ist ein Thema, mit dem ich mich immer mal wieder beschäftigen will und Judith hat eine Art zu schreiben, die ich mag, also hab ich den mal gelesen. Nun habe ich zwar immer noch keinen Newsletter (Edit: mittlerweile habe ich einen Newsletter 🙂 ) aber wie das so ist, folgte ich einem Link und dann dem nächsten und so las ich Judiths Anleitung zum Thema Claim und es brach -morgens um kurz nach 6 Uhr!!- ein wüster Kreativschub in mir aus, denn obwohl ich bis dahin noch gar nicht wusste, dass es sowas wie einen Claim gibt, so wusste ich: Ich will auch einen Claim. Weil es genau das ist, was mir fehlte!

 

Klare Positionierung

 

Ein Claim ist -für mich- ein Extrakt dessen was ich bin und tue. Das was übrig bleibt, wenn man all das Schmuckwerk außen herum wegnimmt. Ein sehr klarer, extrem kurzgefasster Auszug dessen was mich und meine Arbeit ausmacht!

 

Kurzfassen. Zusammenfassen. Genau das kann ich nicht gut und man wird es auch in diesem Blogartikel wieder lesen.

 

Ich bin Scanner Persönlichkeit. Ich habe so unfassbar viele Interessen, dass ich mich nicht für das Eine entscheiden kann. Liest man meinen Lebenslauf, dann liest man genau das heraus (hier habe ich mal grob aufgelistet) und darum gefällt mir ja auch meine Arbeit und die Hypnose so gut. Ich arbeite mit Menschen, die sind alle anders und ich habe mit der Hypnose ein Werkzeug, welches superflexibel ist und mir ein riesiggroßes Spektrum an Möglichkeiten bietet. Und doch sind sich alle Experten einig: Als Selbständige muss ich mich klar positionieren und sehr deutlich machen in welchem Bereich ich denn nun eigentlich Expertin bin. Einfach nur Hypnosetherapie ist keine Expertise. Das machen viele, ich brauche schon meinen Baum im Coaching- und Therapiedschungel, den ich ganz klar für beanspruche und markiere.

 

Genau diesen Baum zu finden und alles was ich bin und tun möchte auf wenige Worte runterzubrechen, das war also meine Mission an jenem Vormittag, an dem ich meinen Kreativausbruch hatte. …und ich scheiterte! Weil ich weiterhin nur durch meine eigene Brille schaute, im Brainstorming mir selbst nicht weiter kam und mich in meinem eigenen kleinen Kreis drehte.

 

Sympatexter Ideeninfusion

 

Wenn man an einem Punkt nicht weiterkommt und sich beständig um die eigene Achse dreht, dann ist es sinnvoll jemand von außen drauf schauen zu lassen, der oder die sich mit der Thematik gut auskennt. So kam es, dass ich in dieser Woche ein Coaching mit Judith hatte. Thema war natürlich mein Claim und mein Elevator Pitch. In klaren, knappen Worten beschreiben zu können, was ich eigentlich mache, das war mein Ziel. JA, ich weiß wie groß die Aufgabe war, die ich Judith stellte, denn wenn ich selbst nicht weiß was ich bin, woher sollte sie es denn wissen?

 

Aber der Blick und die Stimme von außen war grandios! Es kristallisierte sich heraus, dass „Stress“ meine Expertise ist. Als sie es aussprach war es mir klar. Alles was ich gerne tun und für meine Klienten erreichen möchte, hat mit Stress beziehungsweise Stress und Burnout Prävention zu tun. Ernährung kann Stress sein oder Kompensation oder gut tun. Rauchen ist purer Stress und gleichzeitig Kompensation. Ängste und Panikstörungen können Folge oder Ursache von ganz viel Stress sein. Frauen, die irgendwo zwischen Job, Kindern, Küche, Eltern und möglichen Altlasten hin- und herstolpern und darüber sich selbst und Ihre Lebensqualität verlieren, sind meine absoluten LieblingsWunschKlientinnen. Diesen Frauen möchte ich dabei unterstützen ihr ICH zu finden und nie wieder zu verlieren.

 

OK. Mein Baum war gefunden. Aber der Claim noch offen. „Einen Scheixx muss ich“ kommt zwar oft von mir, beschreibt auch mich und meine Arbeit, aber das war es noch nicht. Meine Ideen „irgendwie mit Leichtigkeit oder Freiheit oder so“ ließ Judith nicht durchgehen. Zu schwammig und abgegriffen.

 

Und dann war mein Claim da. Von mir kam „Ich bin. Punkt“ Daraus wurde

 

Ich bin. Das genügt.

 

Genau DAS ist mein Claim. Das bin ich. Das ist meine Arbeit.

 

  • Ich bin. Das genügt.
    Weil ich nichts und niemand anderes mehr sein muss, als das was ich schon bin. Ich bin gut so, wie ich bin und ich werde mich nicht mehr verbiegen und stressen, nur um von wirklich allen gemocht zu werden.
  • Ich bin. Das genügt.
    Ich bin perfekt unperfekt und ich bin stolz darauf, dass ich das jetzt kann. Unser Garten ist in einem Zustand, über den die Nachbarn vermutlich den Kopf schütteln. Die Insekten freuen sich über Naturgarten. Es gibt bei uns ganz viele Wildkräuter, Wildblüten und Nistplätze. Mein Haushalt… Naja hier leben drei Menschen, zwei große und ständig haarende Hunde und eine Katze. Man sieht das Leben, es stört mich nur noch selten und dann nur kurz. Früher hätte ich einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn es so ausgesehen hätte, wie es das jetzt gerade tut. Jetzt sitze ich hier in aller Ruhe und blogge.
  • Ich bin. Das genügt.
    Ich kann gut ungeschminkt, mit zerzausten Haaren, Jeans, Shirt, Barfußschuhen und Hundehaaren an den Klamotten sein. Das genügt.
  • Ich bin. Das genügt.
    Ich bin unfassbar gerne alleine mit mir selbst und ich bin mir selbst dann genug Gesellschaft. Meine Gedanken sind so bunt, da hab ich immer was zu tun. Einmal im Jahr gönne ich mir ein Alleine-Wochenende. Ohne Smartphone, ohne Hunde, ohne Irgendwen. Ich liebe es und tanke da mehr Energie, als ich es in 14-Tagen Familienurlaub je konnte. Als ich mich 2014 auf meinen Marathon vorbereitete und jede Woche 50-60km alleine durch den Landkreis lief, wurde ich immer gefragt ob das nicht langweilig wird. Die Frage hab ich nie verstanden. Wie kann es einem mit meinem Kopfgewusel langweilig werden? Wenn ich bei mir bin, dann ist das mehr als genug. Wir sind viel zu selten wirklich bei uns.
  • Ich bin. Das genügt.
    Das ist es was ich meinen Klienten allen Menschen von Herzen wünsche!! Sich selbst genug zu sein. Mit sich selbst zufrieden zu sein. Sich selbst lieb zu haben. Den Fokus wegzunehmen vom „müssen“ hin zum „dürfen“. Leben statt zu funktionieren. Das ICH zu spüren und neben all den Pflichten im Leben immer die eigenen Bedürfnisse wahr- und anzunehmen. Ich bin. Frei von innerem Stress und gelassen im äußeren Stress.

 

Wenn ich bin, Du bist, wir sind. Dann ist das mehr als genug und so unfassbar wertvoll!!

 

Und darum ist das mein Claim:

 

Angela Brauer

 

Ich bin. Das genügt.

 

Hypnosecoaching und Burnout Prävention in Hamburg – Harburg (ab 1. März 2020)

 

Ich unterstütze Frauen in der Rushhour ihres Lebens dabei, gesund mit dem Stress des Alltags umzugehen. Dabei betrachte ich sowohl den Umgang mit äußeren Stressoren (z.B. Job, Schwiegermutter, Steuererklärung) als auch innere Stressoren (z.B. Diätenstress, Ängste, Selbstzweifel oder Perfektionismus).

Egal was Sie stresst, das Ergebnis unserer Arbeit mit Hypnosecoaching:
Ein gelassenes und befreites Ich. Das genügt.

 

Ein neuer Anfang

 

Und jetzt, wo das da so steht, sprudeln Inhalte aus mir heraus, die vorher nicht sprudeln wollten. Jetzt fange ich an Redaktionspläne zu schreiben, weil ich so viele Ideen für Blogartikel zum Thema „Stress“ habe Jetzt wird die Webseite komplett überarbeitet, jetzt weiß ich ganz genau wohin meine Reise geht und das ist grandios, weil Claim und damit die Positionierung kurz vor meinem Neuanfang in „meiner“ Praxisgemeinschaft kommen, so dass der Anfang für den neuen Anfang perfekt terminiert ist… aber dazu dann später mehr.

 

An dieser Stelle erstmal Danke Judith für Deinen Schubser!