In einer gesunden, ausgewogenen Ernährung sollte es keine verbotenen Lebensmittel geben. Verbote reizen das innere Kind in uns, welches dann mit Bock und Trotz reagiert, weil es die Dinge dennoch will und es mal so gar nicht einsieht darauf verzichten zu müssen. Wir können dem mit Disziplin und Vernunft entgegen wirken, aber irgendwann werden wir nachgeben. All die Disziplin ist dahin, wir werden die Dinge essen, die wir uns verbieten und zack ist die Diät und das Vorhaben dahin. Man reagiert womöglich mit Frust, weil man es wieder nicht geschafft hat und weil man so gefrustet ist, muss man sich wieder über leckere Nahrungsmittel Gutes tun und zack ist man wieder drin in alten Denk- und Handlungsmustern.

Darum verbiete ich nichts!

Ich esse in der Regel viele wertvolle Nahrungsmittel. Weil ich das so will. Ich liebe es meinem Körper Gutes zu tun. Weil ich mich und meinen Körper liebhabe und weil es mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist. Selbst mein Unterbewusstsein hat über die Jahre gemerkt, dass es mir einfach besser geht, wenn ich nicht ständig Schokolade, Kuchen, Kekse und Konsorten esse. Der Zuckerentzug ist, sowohl mental als auch körperlich durch – ich bin clean, kann sehr gut und leicht ohne Zucker und Weißmehl leben.

Dennoch bin ich am Wochenende ernährungsmässig eskaliert. Gestern habe ich mich -im Rahmen einer Veranstaltung- fast ausschließlich von Kaffee, Kuchen, Torte, Keksen ernährt. Und das mit vollem Genuss und absolut in dem Bewusstsein, dass es eine Ausnahme ist und ich heute wieder zu meiner normalen Ernährung zurückkehren werde.

Heute arbeite ich ein bisschen. Zum einen mit meinem Körper, der diese schnell verfügbare Kohlenhydrate glaubt zu brauchen. Ist ja wunderbar schnell verfügbare Energie und die Blutzuckerhochs machen ja spürbar was in Kopf und Körper… genauso wie das folgende Tief, welches mich heute Nacht zum Kühlschrank treiben wollte. Und dann mit dem inneren Kind, welches jetzt „Scheixx drauf“ ruft und so weitermachen möchte wie gestern.

In der Mitte sitze aber ich. Ich bin erwachsen. Ich weiss, dass es sich mit einem ruhigen Blutzuckerspiegel besser lebt und ich weiss, dass ich mit der Zuckerachterbahn auf Dauer wieder abstürzen würde.

Also erkläre ich heute meinem inneren Kind, liebevoll und streng, dass wir nicht so weitermachen werden, weil… ja siehe oben. Einem echten Kind, würde ich das ja aus Gründen der Fürsorge auch nicht erlauben, warum sollte ich also bei der kleinen Angela eine Ausnahme machen?! Und die körperlichen Reaktionen – die sitze ich heute mal aus. Morgen sind die auch schon wieder vorbei und der Zuckerausch ist ausgeschwitzt.

Heute gab es zum Frühstück einen Proteinshake und zum Mittag ein Low Carb Brötchen mit Lachs, dazu Ei, Gurke und Tomate. Heute Abend Salat und schon stimmt dann auch schon fast wieder die Wochenbilianz, was Kalorien und Makronährstoffe betrifft. Denn: Ein oder Zwei Tage sündigen, macht weder dick noch krank. Es ist wie bei allem: Die Dosis macht das Gift! Solang wir die Dosis im Auge haben und mit ein bisschen Einsatz von Verstand steuren, ist alles erlaubt.


 

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