Das Thema Wohlfühlgewicht erreichen ist für viele Frauen ein rotes Tuch.

Vielleicht kennst Du es auch: Du würdest so gerne Deine Wunschfigur haben. Möchtest Dich endlich in Deinem Körper wohlfühlen. Einfach Klamotten von der Stange nehmen, in die Umkleidekabine gehen und dann freuen, dass das alles passt. Ja, das wäre schon schön. Aber die Realität ist, dass Du es nicht hinbekommst. All diese verbotenen Dinge, wie Pizza, Schokolade, Chips und so vieles mehr sind einfach viel zu lecker, als dass Du darauf verzichten könntest. Du kannst Dich da nicht einschränken. Vielleicht bist Du auch gefrustet, weil Du es nicht schaffst und dieser Frust sorgt dafür, dass Du -frei nach dem Motto: „bringt doch eh alles nichts“ – zu Frustessen neigst, was Dich noch weiter von Deinem Wunsch entfernt.

Meine Erfahrung: Wohlfühlgewicht zu erreichen und dauerhaft zu halten, hängt nicht davon welche Diät Du als nächstes ausprobierst. Es hängt auch nicht davon ab, ob Du Dir dauerhaft alles Leckere verbietest. Um dauerhaft ein Gewicht zu halten, welches zu Dir und Deinem Körper passt, braucht es vor allem Selbstliebe und Gelassenheit. Also, nimm Dich bitte an dieser Stelle mal selbst in den Arm und hab Dich ein bisschen lieb.

Du brauchst eines ganz sicher nicht, wenn es um Essen und Gewicht geht und das ist eiserne Disziplin.

Dieser Beitrag ist der Teil der Blogparade „Leben ist wie Sauerteig“ von Margaretha Schedler. Ein Brot aus Sauerteig herzustellen, hat nichts mit den Schnellbackwerken der Backwarenindustrie zu tun. Ein guter Sauerteig braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Im Ergebnis hat man dann ein wirklich gutes Brot, außen kross und innen saftig. Ein Brot, welches viel besser schmeckt als all die Schnellschüsse beim Discounter. Ein Brot, welches eigentlich nichts anderes braucht, außer sich selbst und vielleicht ein bisschen Butter.

Ein Brot. Das genügt.

Was hat Sauerteig mit Wohlfühlgewicht zu tun?

Es ist der Prozess, welcher vor allem aus Zeit und Geduld besteht.

So wie ich eine Crashdiät mit einem nährstoffleeren Discounterbrötchen vergleichen würde, so kann man den Weg zum beständigen Wohlfühlgewicht mit dem langen Prozess der Sauerteigherstellung vergleichen. So wie der gute Bäcker mit Zeit und Geduld den Teig bearbeitet, so braucht es manchmal auch Zeit und Geduld, die eigenen Verhaltensmuster zu erkennen, zu bearbeiten, zu verändern.

Der lange Weg zum passenden Essverhalten

Der Weg zu meinem Wohlfühlgewicht, war ein langwieriger und zunächst zäher Weg. Er bestand aus zahlreichen Diäten und noch mehr Heißhungerattacken und Jojo-Effekten. Auch den Gedanken glückliche Dicke sein zu wollen, habe ich mal angedacht, aber das war für mich nicht machbar. So befand ich mich also die längste Zeit meines Lebens auf der Suche nach einer Ernährungsform, die mich ein gesundes Gewicht erreichen und halten lässt, mit dem ich mich wohlfühle.

Irgendwann kam ich durch ein Buch dahinter: Ich darf meinem Körper vertrauen. Er sagt mir, wann ich Hunger habe, er sagt mir auch wann ich satt bin. Spüre ich den Impuls etwas zu essen, muss ich nur noch herausfinden ob ich auch wirklich hungrig bin oder ob ein emotionales Bedürfnis befriedigt werden möchte. Diese Erkenntnis vereinfachte so vieles. Statt unzähliger Ernährungsregeln gab es nur noch diese eine: Essen, wenn ich hungrig bin – nicht essen, wenn ich satt bin.

Das klingt so einfach – und war doch erstmal ganz schwer umsetzbar.

Es braucht Zeit, Liebe, Geduld und Vertrauen

Die nächsten Monate -ach, eigentlich Jahre- habe ich viele innere Dialoge mit mir selbst vor Kühlschrank und Naschschublade geführt. Was war es das ich gerade brauchte und wie konnte ich dieses Bedürfnis erfüllen?

Mein Tonfall mir selbst gegenüber wandelte sich in der Zeit automatisch. Statt Disziplin, Verboten und Selbstvorwürfen, sprach ich in liebevoller und geduldiger Strenge mit mir selbst. In meinen Dialogen argumentierte ich, so wie ich es auch meinen Kindern gegenüber tat. Ich diskutierte geduldig mit mir selbst aus, warum es zum Beispiel vollkommen ausreichend ist ein bisschen Schokolade zu essen, statt der ganzen Tafel. So lernte ich jeden Tag ein kleines bisschen mehr und erfuhr von der Möglichkeit angebrochene Schokotafeln wieder in den Schrank zu legen. Eine vollkommen neue Erfahrung für mich 🙂

Unabhängig vom Schokothema, durfte ich auch am Esstisch lernen und an meinen inneren Dialogen wachsen. Ich lernte, dass man aufhören kann zu essen, wenn man satt ist. Das geht wirklich, auch wenn noch Pizza auf dem Teller liegt und es gerade so lecker ist. Wird ja schließlich nicht leckerer, wenn man sich überisst und: Ich darf irgendwann man wieder Pizza essen, wenn mir der Sinn danach steht und ich Hunger habe. Ich musste nicht mehr essen, als in den Magen passt. Das ergibt keinen Sinn, zumal es sich auch nicht gut anfühlt.

Im Laufe der Zeit gewann ich Vertrauen. Vertrauen in meinen Körper und seine Signale. So lernte ich zu vertrauen, dass Hunger etwas Gutes ist, dem man in Liebe nachgehen darf. Ich lernte aber auch mir selbst zu vertrauen, dass ich aufhören kann zu essen, weil ich ohne Rücksicht auf Verbote jederzeit wieder essen darf, wenn ich hungrig bin.

Wohlfühlgewicht erreichen – über den Kontakt zum inneren Kind

Was ich damals noch nicht wusste: Ich machte ganz klassische innere-Kind-Arbeit und heilte auf die Art nicht nur mein gestörtes Essverhalten, sondern auch das verletze innere Kind in mir. Indem ich mich meinen Bedürfnissen zuwendete, übernahm ich Verantwortung und Fürsorge – für mich, aber auch für den verletzen Anteil in mir, der nicht gelernt hatte mit Essen umzugehen. Der erwachsene Anteil von mir übernahm die Verantwortung für mich selbst.

Es entstand ein sehr viel höheres Maß an Selbstliebe und das Bedürfnis nach Selbstfürsorge folgte dann automatisch. Mit Selbstliebe und Selbstfürsorge, entsteht das Bedürfnis sich gutes tun zu wollen. Gutes tut man sich nicht mit Schokolade, sondern mit guten Nährstoffen, welche für ein gutes Körper_Gefühl sorgen.

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Die Geschichte fing vor ungefähr 15 Jahren an. Mit Mitte 30 beschloss ich nie wieder Diät machen zu wollen und begann den Dialog mit mir selbst. Es war der Weg in mein gesundes Wohlfühlgewicht.

Heute bin ich 50 Jahre alt und damit in einem Alter, in dem viele Frauen Gewichtsprobleme bekommen. Mein Gewicht ist nach wie vor stabil im unteren Bereich des Normalgewichtes. Dabei ist noch immer nichts verboten. Ich esse liebendgerne Pizza, Burger, Kuchen, Kekse und Schokolade und manchmal esse ich auch ein bisschen mehr, als eigentlich in den Magen passt. Doch ich habe meine Balance gefunden.

Wenn ich heute und morgen oder auch mal einen ganzen Urlaub lang über die Stränge schlage, dann kommt von innen heraus das große Bedürfnis nach anderer, besserer, guter Ernährung. So pendelt es mal ein bisschen in die eine und dann wieder in die andere Richtung. Niemals mehr entsteht dabei das Gefühl, etwas nicht zu dürfen oder mir verbieten zu müssen. Ich erlaube mir vielmehr, mir mit guter Ernährung Gutes tun zu wollen.

Weil ich es mir wert bin. Weil ich im Verlauf der letzten Jahre gelernt habe, mich und meinen Körper so wichtig zu nehmen, dass ich -im Mittel- gut für mich sorgen möchte und auch sorgen kann.

Der Weg zu meinem Wohlfühlgewicht ist wie Sauerteig.

Statt weiter schnelle Diäten zu machen, habe ich mir die Zeit genommen, die es braucht um meine Bedürfnisse kennen- und erfüllen zu lernen. Während des langen Prozesses, hatte ich Zeit so weit zu reifen, dass ich heute in wertvoller Selbstliebe auf mich schauen und mich achten kann. Darum genüge ich mir heute selbst und brauche nicht viel anderes – außer vielleicht ein bisschen Butter. Denn so wie das gute Brot genügt und nicht viel mehr braucht, so ist mein Claim:

Ich bin. Das genügt.

Und damit schließt sich der Kreis zum Sauerteig.


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Zusammen mit 10 weiteren Frauen, habe ich ein eBook geschrieben. Dieses Buch zeigt verschiedenste Wege auf, die funktionieren. All diese Wege haben nichts mit Diät zu tun. Sie zeigen sanfte, gesunde Möglichkeiten auf, die zum Ziel führen und weil die Mischung der Beiträge so bunt ist, besteht eine gute Chance etwas zu finden das passt.

In jedem Fall mag ich Dir dieses eBook ans Herz legen, weil wir Autorinnen alle mit Herzblut daran beteiligt sind.

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