Gemüsenudeln, Zucchinispagetti, Zoodels

Die Sache ist nicht neu, geistert schon sehr lange durch die Küchen, begeistert immer mehr Menschen und das zu Recht!

Aber warum sollte man sich denn nun eigentlich die Mühe machen Gemüse in Nudelform zu bringen? Ist das nicht Quatsch, weil sehr viel Arbeit und am Ende ist es doch egal, welche Form das Gemüse hat, wenn man es isst? Gerade für Küchenfaule Menschen wie mich, muss das „Warum“ schon sehr überzeugend sein, wenn man sich ein Mehr an Arbeit macht.

Die Mühe lohnt sich

Eigentlich ist es ja wirklich egal, welche Form das Gemüse hat. Eigentlich ist es aber auch überhaupt nicht egal!

Ich liebe Gemüsespagetti im allgemeinen und Zucchinispagetti im besonderen sehr, denn ich bin von klein auf an auf die Nudel und die Spagetti konditioniert. Ich habe mich an die Form gewöhnt, mag es sie aufzudrehen, finde es optisch sehr ansprechend, wenn Spagetti mit Soße auf einem Teller nett angerichtet werden. Davon ab, kann ein Berg Spagetti sehr viel mehr von der leckeren Soße aufnehmen, als gewürfelte oder in Scheiben geschnittene Zucchini und sind wir doch mal ehrlich, die Soße ist doch zumeist das Beste am Ganzen!

Warum denn nicht gleich richtige Spagetti, wenn ich doch Spagetti will?

Nun. Die Antwort ist sehr einfach und erklärt sich eigentlich von selbst.

  • Wir sparen jede Menge leere Kohlenhydrate und Kalorien, wenn wir Gemüse statt Hartweizen konsumieren.
  • Der Blutzuckerspiegel bleibt durch den niedrigen Kohlenhydratanteil stabil. Wir vermeiden Heißhunger und Energietief.
  • Die Versorgung mit reichlich Gemüse auf dem Teller ist gesichert.
  • Das was wir an leeren Kalorien und Kohlenhydraten sparen, dürfen wir in gute Fette investieren. Die Investition in gute Fette ist eine Investition in Geschmack aber auch in Gesundheit. Denn mittlerweile weiß man, dass es nicht das Fett ist, welches uns fett und krank macht. Es sind die Kohlenhydrate und es ist die Kombination von Kohlenhydraten und schlechten Fetten, die äußerst effektiv Pfunde an die Hüfte bringen und Blutwerte in krankhafte Bereiche entgleiten lassen.

Bevor ich mich nun aber noch weiter in Rage schreibe – das Thema Fett werde ich demnächst gesondert behandeln- kommt nun aber ein wunderbares Rezept, welches es hier ganz unbedingt bald wieder geben wird.

Ich wünsche viel Spaß beim nachkochen und guten Appetit.


Rezept ZoodelsRezept Zucchinspagetti Carbonara

Zutaten
für 3 Personen

  • 3 große Zucchini (ca. 800 g. – 1kg)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Pk. Bio Räuchertofu (185g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 140 g. Cashewmus
  • 300 ml Wasser
  • 1 EL Senf
  • 4 EL Edelhefeflocken (*)
  • 1 TL Zitronensaft
  • Rauchsalz, Pfeffer, Paprika edelsüß

Zubereitung

  • Zwiebel und Räuchertofu sehr fein würfeln, beides zusammen mit dem Olivenöl in einer Großraumpfanne oder einem Bräter langsam bei mittlerer Temperatur anschwitzen lassen.
  • Petersilie fein hacken
  • Cashewmus mit Wasser verrühren. Das gelingt am Besten, wenn man das Wasser in kleinen Portionen unterrührt. Dann mit Senf, Edelhefe, Zitronensaft und Gewürzen sehr herzhaft abschmecken. Die Soße ist jetzt sehr wässrig, dickt aber noch ordentlich nach.
  • Zucchini waschen, trocknen und mit einem Spiralschneider (***) zu Spagetti verarbeiten. Dabei empfiehlt es sich zwischendurch mal den Nudelstrang reißen lassen, damit die einzelne Nudel nicht zu lang wird (**)
  • Cashewsoße zu Zwiebeln und Räuchertofu in die Pfanne geben und einkochen lassen. Wenn sie zu dick wird, noch etwas Wasser zugeben.
  • Zucchini und Petersilie unter die Soße heben und nur kurz warm ziehen lassen, wenn man sie -wie wir- bissfest mag.

(*) Hefeflocken geben veganen Gerichten einen leicht käsigen Geschmack. Zudem sind sie grandiose Vitamin B Lieferanten. Persönlich habe ich mich durch verschiedene Sorten probiert, die zum Teil wirklich sehr gruselig schmeckten. Für absolut empfehlenswert halte ich die Edelhefeflocken von Dr. Ritter (ich bekomme wirklich keine Provision, auch wenn ich sie ständig empfehle), welche ich im Reformhaus erwerbe.

(**) Wenn man, wie ich vergisst zwischendurch den Nudelstrang mal abreißen zu lassen, dann ist das auch nicht schlimm. Man benötigt dann beim Auffüllen nur eine zweite Person, welche mit einer Schere die benötigte Portion abschneidet und hinterher einen Lappen um die Sauerei zu beseitigen. Kann man so machen, aber ich glaube einfacher wäre es mit kürzeren Spagetti zu arbeiten 🙂

(***) Ich bin ja wirklich eine faule Socke. Nachdem ich in den letzten Jahren mein Gemüse mit viel Müh zu Spagetti verarbeitet habe, durfte es in diese Jahr ein elektrischer Spiralschneider sein, der die Sache ganz wunderbar beschleunigt und vereinfacht.


 

 

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