Hast Du Angst? Zum Beispiel vor bestimmten Tieren, dem nächsten Zahnarztbesuch, sozialen Kontakten, Prüfungen, Vorträgen, Fahrstühlen, MRT-Röhren? Hast Du ganz generell Angst davor rauszugehen? Bekommst Du ohne erkennbaren Anlass Panik bis hin zu Todesangst? Hast Du die meiste Zeit Deines Lebens Angst es könnte Dir oder lieben Menschen Deines Umfelds etwas zustoßen? Sorgst Du Dich insgesamt zu oft, dass etwas schlimmes passiert? Ängstigt Dich schon der Gedanke an die Angst?

Du bist nicht allein!

Phobien, Ängste und Panikstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. ( dgppn ) leiden „allein in Europa rund 60 Millionen Menschen an einer Angsterkrankung, ungefähr zwölf Millionen sind es in Deutschland, Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Ein großer Teil aller Angststörungen wird nicht erkannt und deshalb nicht richtig behandelt. Es drohen Chronifizierung und Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Sucht.“ 

Wie entsteht Angst?

Angst ist ein gesunder und manchmal lebensrettender Prozess. Wenn ein Axtmörder vor mir stehen sollte, dann reagiert mein Gehirn hoffentlich unmittelbar und richtet in kürzester Zeit alle Prozesse dafür ein, dass ich möglichst schnell reagieren, also flüchten kann. Dann brauche ich die Stresshormone. Dann brauche ich den schnellen Puls. Dann brauche ich die Energie. Dann brauche ich die Angst, welche mich daran hindert, umständlich zu überlegen was wohl zu tun ist. Dann setzt der Überlebensmechanismus ein und ich kann rennen – schneller und weiter, als ich es ohne Angst je könnte.

Unabhängig von diesem Worst Case Szenario, nehmen ja aber viele Menschen so ein bisschen Angst ganz gerne in Kauf. Weil es auch ganz angenehm sein kann, wenn man vor der Achterbahnfahrt aufgeregt ist. Weil Angsthormone einen gewissen Kick geben, wenn man kurz vorm Bungee- oder Fallschirmsprung steht und weil die Hormone, die dann nach dem Überleben der Angstsituation ausgeschüttet werden, ja erst recht sehr angenehm bis euphorisierend wirken können.

Diese Angst sie ist gut und niemand sollte auf die Idee kommen, sie therapieren zu wollen.

Von der gesunden Angst zur Angsterkrankung

Bei vielen Menschen gerät der gesunde Angstprozess außer Kontrolle. Sie haben Angst vor Momenten, die objektiv keine Gefahr darstellen. Sie werden von Ihrer Angst massiv in ihrer täglichen Lebensqualität eingeschränkt, weil sie Dinge nicht mehr angstfrei erleben können, die sie gerne erleben würden.

Wie so oft bei psychischen Erkrankungen, können körperliche Ursachen hinter der Angst stecken. Es ist immer ratsam zunächst den Hausarzt zu kontaktieren, um zum Beispiel hormonelle Ursachen der Symptomatik auszuschließen.

Die psychischen Ursachen einer Angsterkrankung sind so unterschiedlich, wie die Angstauslöser verschieden sein können. Manchmal waren schon die Eltern sehr ängstlich, man hat von klein auf an gelernt sich zu fürchten. Dann ist die Persönlichkeit vielleicht sowieso eher zurückhaltend bis ängstlich. Vielleicht gab es ein Ereignis in der Vergangenheit, welches mit der jetzigen Angst vordergründig nichts zu tun hat, aber doch wurde dieses Ereignis mit dem heutigen Angstauslöser verknüpft. Oder es stand ein ganz kleiner Schreck am Anfang. Etwas, das gar nicht mehr in Erinnerung geblieben ist und dieser kleine Schreck ist im Laufe der Lebensjahre zu einer großen Angst angewachsen

Oft ist die Ursache der Angst multifaktoriell. Es kommen also verschiedenste Dinge zusammen, die man gar nicht mehr richtig sortieren kann. Das ist aber auch nicht zwingend notwendig, um eine Angst zu mindern beziehungsweise ein Leben frei von der Angststörung möglich zu machen.

Ein Leben in Angst

Wie schon beschrieben wäre es nicht erstrebenswert ein Leben ohne Angst zu leben. Aber: Ein Leben ohne Angststörung, das ist sehr wohl erstrebenswert. Denn so eine Angststörung kann die Lebensqualität massiv einschränken und auch die organische Gesundheit gefährden. Wenn zum Beispiel eine Zahnarztangst oder die Angst vor engen Räumen, notwendige medizinische Maßnahmen verhindert oder unnötig verkompliziert, weil sie eventuell Medikamente/ Beruhigungsmittel notwendig macht, die ohne Angst überflüssig wären.

Eine Angst kann auch teuer werden, wenn man vor lauter angstbedingter Kopflosigkeit zum x-ten Mal durch die Führerscheinprüfung rasselt. Sie kann auch Karrieren verhindern, wenn es nicht möglich ist für Geschäftsreisen in ein Flugzeug zu steigen oder in Meetings/ bei Vorträgen souverän zu agieren. Wenn es ganz arg kommt, dann kann die Angst das Leben verhindern. Denn: Angst generalisiert sich durch Vermeidung. Ist es erst nur der Fahrstuhl, ist es dann auch das Treppenhaus, ist es später alles außerhalb der eigenen vier Wände und irgendwann kann man gar nichts mehr ohne Hilfe, weil man Angst vor der Angst und auch vor dem Leben hat.

Angst wird mehr, wenn man ihr ausweicht und weil das so ist, ist es ratsam eine Angststörung so früh wie möglich anzugehen. Bevor sie Dir das Leben endgültig vermiest.

Angsttherapie mit Hypnose und EMDR

Ich behandle Angsterkrankungen nicht nach Schema-F und auch nicht im Hauruck Verfahren. Dafür sind die Ausprägungen und Ursachen der Angst zu unterschiedlich. Am Anfang steht immer die Anamnese und damit auch die Abklärung möglicher organischer Ursachen . Suche also bitte einen Arzt auf bevor Du zu mir kommst und lass den untersuchen ob es körperliche Gründe für Deine Symptome geben könnte. Ist das nicht der Fall, schauen wir welche Vorgehensweise für Dich die richtige sein kann.

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In der Regel machen wir in der ersten Sitzung „nur“ die Anamnese und eine hypnotische Stabilisierung Deines Nervensystems. Diese Stabilisierung ist Grundlage für alles Weitere und Du erlernst zudem, wie Du Dich selbst stabilisieren kannst. Auf die Art hast Du ein wirksames Mittel in der Hand, Deiner Angst zu begegnen, um weniger ausgeliefert zu sein. Eine weitere mögliche Maßnahme wäre die hypnotische Desensibilisierung, welche Dich auf ganz sanfte Art und schrittweise an Deine Angst heranführt. Der Angst wird so -Stück für Stück- der Schrecken entzogen Das Gute dran: Du hast zu jeder Zeit die Kontrolle darüber wie weit Du gehen möchtest.

Mit EMDR können wir die Angst quasi auflösen, in der hypnotischen Regression die Ursache der Angst auflösen und mit verschiedenen hypnotischen Maßnahmen kann ich Dich soweit stärken, dass die Angst Dir nichts mehr anhaben kann. In der Regel wird Deine Behandlung eine Mischung aus verschiedenen, auf Dich angepassten Maßnahmen sein.

Ich arbeite dabei gerne sanft, aber gründlich und allumfassend. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen auch online möglich.

Wie immer: Es gibt keine Garantien, aber es gibt sehr gute Chancen, dass Du nach wenigen Sitzungen freier leben darfst.

Was könntest Du alles tun, wenn die Angst Dich nicht mehr einschränkt? Finde es heraus, indem Du es angehst. Gerne kannst Du mir im ersten Schritt über das Kontaktformular schreiben und einen unverbindlichen Termin vereinbaren, in dem wir all Deine Fragen klären können.