Es gibt so Fragen und Aussagen rund um die Hypnose, die begegnen mir immer wieder. Und weil all diese Fragen und Aussagen, so wichtig sind und auch Teil meines Denkens waren, habe mich entschieden hier in diesem Blog eine Serie zu eröffnen, in der ich mich diesen Fragestellungen widme.

Die Auflösung der heutigen Aussage liegt mir ganz besonders am Herzen, denn die dahinterliegende Angst ist so verständlich – und gleichzeitig so unnötig.

„Hypnose ist mir unheimlich!“

Diese Aussage hängt in der Regel zusammen mit

Angst vor Kontrollverlust und Manipulation.

Man kennt Showhypnose aus dem Fernsehen. Hat gesehen, dass Menschen unter Hypnose merkwürdige Dinge tun. Da ist die Ahnung und/ oder die Befürchtung, in Hypnose wäre man wehrlos den Ideen des Hypnotiseurs ausgeliefert.

Aber: Zu keinem Zeitpunkt ist ein Hypnotisand willenlos ausgeliefert. Das ist einfach nicht möglich.

Menschen, die während einer Showhypnose merkwürdige oder peinliche Dinge tun, die tun dies weil sie es wollen. Klingt merkwürdig, ist aber so. Sie lassen sich zu 100% auf die Suggestionenen des Hypnotiseurs ein.

Hätten sie Zweifel, Hemmungen oder Ablehnung in sich, die Show wäre so nicht möglich, denn sie würden aussteigen, könnten sich einfach verweigern. Ein guter Showhypnotiseur sucht sich im Vorfeld genau die Kandidaten heraus, die seine Show sicher mitmachen werden. Nur wer bereit ist zu glauben, er oder sie wäre ein Huhn, wird dies in Hypnose glauben können. Das Ganze wird dann noch verstärkt durch Gruppendynamische Prozesse u.a., so dass dann am Ende erwachsene Menschen wie Hühner gackernd über die Bühne laufen.

Der Sinn dessen muss sich uns nicht erschliessen und soll auch nicht unser Thema sein.

Hypnose im Coachingprozess

Meine hypnotische Arbeit hat mit Showhypnose nichts zu tun. Der Einstieg in die Hypnose ist bei mir immer eine kurze, einfache Demonstration was Hypnose eigentlich ist – bzw. nicht ist. Während eines kurzen Hypnosetests, darf erlebt werden, dass mit dem Unterbewusstsein gearbeitet werden kann, obwohl das Bewusstsein noch voll da ist.

Im weiteren Verlauf der Sitzungen wird alles, was wir in Hypnose machen im Vorfeld besprochen und auch die Trancearbeit selbst findet zum größten Teil im Dialog statt. Während eines Hypnosecoachings liegt man bei mir nicht (oder fast nicht) passiv im Sessel, sondern darf aktiv mit mir sprechen und den Prozess somit selbst gestalten.

Zu jeder Zeit ist man als Hypnotisand Herr oder Frau der Lage und bestimmt darüber was geschehen darf, wie weit man gehen möchte und welche Grenze bitte nicht überschritten werden soll. Auch Geheimnisse dürfen behalten werden. Alles was ich tue, ist Ideen zu geben und die Reise zu begleiten. Die Veränderungsarbeit selbst, soll und muss vom Kunden geleistet werden.

Zusammenfassend kann also wirklich gesagt werden, dass Hypnose definitiv kein Zustand der Willenlosigkeit ist.

In der Trance

  • sind wir nah an unseren Emotionen
  • haben wir die Möglichkeit Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten
  • erreichen wir Anteile in uns, die wir sonst gut versteckt halten
  • können wir uns sichere Orte und zuverlässige Helfer erschaffen
  • entdecken wir Ressourcen von denen wir noch nichts wussten u.v.m.

Unser Bewusstsein und damit unser Kontrollmechanismus wird sich aber niemals komplett ausschalten lassen. Somit behalten wir zu jeder Zeit die Kontrolle, dürfen uns aber dennoch öffnen.

Kommen wir aber nochmal zurück zum Huhn! 🙂

Wenn Menschen sich in Hypnose so intensiv vorstellen können, sie wären ein Huhn, dass sie am Ende gackern – dann kann man sich z.B. auch vorstellen, dass das essen von Schokolade oder das rauchen einer Zigarette total uninteressant und vollkommen unnötig wären. Und dann glaubt man das wirklich. Wenn man denn will, denn wollen ist Grundvorraussetzung.

Damit schliesst sich dann der Kreis von Showhypnose zur ernsthafte Hypnsoeanwendung, die nachhaltige Erfolge bringt.

Hypnose ist kein Hexenwerk, keine Zauberei. Aber es ist definitiv zauberhaft, was mit Hypnose erreicht und erlebt werden kann.


~ Weitere Infos zu meiner hypnotischen Arbeit gibt es hier ~

 

 

 

Foto: Free-Photos auf Pixabay

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